Rimpar, 15. Januar 2018

Der unterfränkische Transport- und Schwergutdienstleister hilft tatkräftig mit bei der Umsetzung des Atomausstiegs Rimpar. Seit der Reaktorkatastrophe in Fukushima im März 2011 ist der Atomausstieg in Deutschland im Gange. Nach dem AKW Grafenrheinfeld 2015 wurde Ende 2017 auch Block B des Kernkraftwerks Gundremmingen zwischen Günzburg und Dillingen an der Donau abgeschaltet. In den kommenden Wochen startet nun die Vorbereitungen zum Beginn des Rückbaus. Dabei ist das Know-how eines Unternehmens aus Mainfranken gefragt, der Arnold Spedition aus Rimpar.

Für diese hochkomplexe Aufgabe sind Spezial- und Fachfirmen gefragt, die durch ihr professionelles Know-how auch entsprechend zertifiziert sind. Das unterfränkische Familienunternehmen Arnold besitzt alle dazu notwendigen Qualifikationen, hat die vielen Hürden von vorgegebenen Zertifizierungen und entsprechenden Audits in den vergangenen Jahren durchlaufen und zählt nun zu den auserwählten Unternehmen.

Der Abbau von Kernkraftwerken wird Jahre dauern. Eine ordentliche und punktgenaue Organisation ist dazu notwendig. Schon bei den Vorbereitungen wird Arnold mit seinem Know-how und Equipment zum Einsatz kommen und die Kernkraftwerke mit nötigem Material versorgen. So laufen bereits seit Anfang des Jahres die Vorbereitungen für die Spezialtransporte in das Kraftwerk an der Donau, dessen nun abgeschalteter Reaktor 33 Jahre lang in Betrieb war.
Über 150.000 Tonnen Material entstehen bei einem Abbau eines derartigen Kraftwerkes. Dabei müssen von Seiten der Betreiber höchste Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Die Herausforderungen, die es hierbei zu meistern gilt, bedeuten für alle Beteiligten ein Höchstmaß an logistischer Vernetzung. Jedes Unternehmen, jeder Beteiligte muss dabei exakt funktionieren.
„Genau festgesetzte Standards mit Flexibilität von komplexen Abläufen unter einen Hut zu bekommen ist eine Aufgabe, die Arnold schon bei vielen Projekten weltweit realisierte“, meint Oliver Arnold, Geschäftsführer der Arnold Speditions GmbH. „Wir wissen genau um die Fähigkeiten unserer Mitarbeiter/innen, ohne deren Einsatz so manche Problemlösung nicht so perfekt ablaufen würde.“

Arnold in Zukunft an weiteren Rückbauarbeiten beteiligt

Und weiter: „In mehreren Phasen laufen nunmehr seit Mitte 2017 durch unsere Experten die Transportplanungen für die Belieferungen von Spezialequipment in das AKW nach Gundremmingen. Bereits im ersten Quartal 2018 werden die ersten Schwertransportfahrzeuge unterwegs sein.“ Zwischenzeitlich arbeitet Arnold bereits an weiteren Projektstudien zukünftiger Rückbauarbeiten, die es aufgrund des Atomausstiegs Deutschlands in Zukunft noch zu meistern gilt.

Seit mehr als fünfzehn Jahren organisiert Arnold die Versorgung von Spezialequipment mit mehr als 100 Tonnen Stückgewichten für Kernkraftwerke nicht nur in Deutschland, sondern u.a. in Bulgarien, Litauen und anderswo. Nun wird Arnold auch beim Rückbau der abgeschalteten Anlagen in Gundremmingen benötigt. „Das ist Maßarbeit in mehreren Schritten,“ meinen die Profis aus Rimpar. Sie bringen nicht nur fundierte Erfahrungen aus durchgeführter Speziallogistik auf höchstem Niveau, sondern auch eigens dafür entwickeltes Equipment mit.

Horst Arnold, ehemals Geschäftsführer der Arnold Speditions GmbH, war bereits vor 15 Jahren mit der Entwicklung dieser Spezialausrüstung vertraut und band ein weiteres Unternehmen aus Unterfranken für den Bau diverser Konstruktionsteile mit ein, das Stahlbauunternehmen Ammersbach GmbH aus Thüngen bei Würzburg. Durch die enge Zusammenarbeit der beiden Geschäftsführer Horst Arnold und Thomas Ammersbach konnten unter anderem Alleinstellungsmerkmale auf dem speziellen Gebiet dieser benötigten Konstruktionen erreicht werden.
Zwei dieser Konstruktionen wurden durch den Präsidenten des Harmonisierungsamts für den Binnenmarkt (HABM) Antonio Campinos markenrechtlich für Arnold geschützt und eingetragen.

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