Fachbegriffe / Abkürzungen

Ablader (shipper)

ADSp (Allgemeine deutsche Spediteurbedingungen)

AWB

BAF

B/L

Bill of Lading: Seefrachtbrief (Konnossement) in der Seefracht. Es werden traditionell 3/3 Originale (d.h. insgesamt 3 Originale) erstellt und gezeichnet. Die Fracht darf nur gegen Vorlage eines Original B/L (d.h. bei der Vorlage von mindestens 1/3) herausgegeben werden. In der Praxis haben sich nicht nur aufgrund der immer kürzeren Transitzeiten die so genannten Express-B/Ls (Waybills) durchgesetzt. Hier sind keine Originale erforderlich. Bedeutende Arten von Konnossementen:

  • Übernahmekonnossement: Auf dem Konnossement gibt es einen received for shipment B/L Vermerk. Es wird dadurch bestätigt, dass die Ware durch den Verfrachter im Hafen übernommen wurde. Der Verschiffungstermin ist allerdings nicht bestätigt.
  • Bordkonnossement: Auf dem Konnossement gibt es einen shipped on board Vermerk. Es wird dadurch bestätigt, dass die Ware tatsächlich auf das Schiff verladen wurde.

BSK (Allgemeine Geschäftsbedingungen der Bundesfachgruppe Schwertransport und Kranarbeiten)

Carrier’s Haulage und Merchant Haulage

CFS

Chassis-Usage-Charge (CUC)

In den USA ist man für die Containernachläufe ab den Seehäfen bzw. Bahnterminals bis zu den z.B. Empfängerwerken auf die Chassis (LKW-Trailer) der Reedereien angewiesen. Diese erheben für die Nutzung ihrer Chassis eine Gebühr, die Chassis-Usage-Charge (CUC).

CIM (Internationale Übereinkommen im Eisenbahnfrachtverkehr)

Im Original spricht man = «Convention Internationale concernat le transport des Marchandises par chemin de fer» also Bahntransporte. Das Übereinkommen ist seit 01.01.1965 in Kraft und bildet die gesetzliche Grundlage für den Abschluss von Frachtverträgen im zwischenstaatlichen Eisenbahn-Güterverkehr. U.a. auch zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer.

CMR (Übereinkommen über den Beförderungsvertrag im internationalen Straßengüterverkehr

Congestion Zuschlag

Das ist der Zuschlag, der von den Reedereien für Wartezeiten in den Häfen erhoben wird.

CSC

Container Service Charge = bei FOB-Lieferung anfallende Kosten für die landseitige Behandlung von FCL-Containern.

demurrage

Liegetage (Überliegetage), auch Lagergeld, auch Gebühr für verzögerte Abnahme von Ladung und Containern im Löschhafen.

detention charges

Kosten für verzögerte Rückgabe von Containern.

Durchkonnossement auch Durchfrachtkonnossement

Through Bill of Lading – wird ausgestellt, wenn der Endbestimmungshafen nicht ohne Umladung mit nur einem Schiff erreicht wird. Der das Dokument ausstellende erste Transporteur übernimmt im Rahmen der Durchfracht-Konnossmentsbedingungen die Verantwortung für die Ware bis zum Endbestimmungshafen – Bestimmte Reedereien haben Abmachungen mit Landverkehrsträgern, die es ermöglichen Durch-B/L nach Inlandsplätzen des betreffenden Bestimmungslandes auszustellen.

E.T.A und E.T.D bzw. E.T.S-Angaben

E.T.S, E.T.A und E.T.D sind Abkürzungen in der Logistik und stehen für:

  • E.T.A. = estimated time of arrival
  • E.T.D. = estimated time of departure
  • E.T.S. = estimated time of sailing

was Auskünfte über die geplanten Schiffsabfahrts- bzw. Schiffsankunftstage sind.

fak

freight all kind = Tarif unabhängig von der Art der Ware.

Fautfracht

auch Fehlfracht. Kann vom Reeder/Spediteur erhoben werden, wenn fest gebuchter Frachtraum nicht ausgenutzt wird.

FCL

Full Container Load = Vollcontainer-Service.

FCR

Forwarding Agent‘ Certificate of Receipt = internationaler Spediteur-Übernahmeschein. Eine von der FIATA entwickelte Bescheinigung eines Spediteurs, eine Ware zur Beförderung oder Zurverfügungsstellung an eine vom Auftraggeber vorgeschriebene Adresse übernommen zu haben. FCR-Weisungen können nur gegen Rückgabe des Originals des FIATA FCR widerrufen werden.

feedem

Eine Ladung wird gefeedert, wenn sie im direkt angelaufenen Hafen mit einem anderen Schiff zum Bestimmungshafen weiterbefördert werden muss und v.v.

GüKG (Güterkraftverkehrsgesetz)

Für die Einhaltung aller Gesetze und Bestimmungen auf der Straße für Fahrzeughalter und Fahrzeuglenker ist u.a. das BALM (Bundesamt für Logistik und Mobilität) zuständig. Auf Basis des GüKG werden alle Einzelheiten und Vorschriften für den Transport von Gütern festgelegt, welche geschäftsmäßig oder entgeltlich befördert werden.

Es gilt für alle Kraftfahrzeuge, die einschließlich Anhänger ein zulässiges Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen haben.

Havarie-grosse

Die Große (gemeinschaftliche) Havarie (auch Havarie-grosse oder General Average) regelt die Verteilung von außergewöhnlichen Kosten zwischen Schiff und Ladung, die durch eine Rettung aus gemeinsamer Gefahr anfallen. Diese Kosten entstehen durch Aufwendungen zur Rettung des Schiffes (z.B. Schlepplohn) oder durch Schäden an Schiff und/oder Ladung, die zur Rettung bewusst in Kauf genommen wurden.
Der Haverie-grosse liegt der Rechtsgedanke der Gefahrengemeinschaft auf See zu Grunde: Die außergewöhnlichen Aufwendungen zur Abwendung einer drohenden Gefahr sollen Schiffs- und Ladungseigner gemeinsam tragen. Dem Schiffseigner steht kraft Gesetz ein Pfandrecht an der Ladung für deren Anteil an diesen Kosten zu. Er kann die Auslieferung dieser Ladung verweigern, bis die Schuld bezahlt oder eine entsprechende Sicherheit gestellt ist.
Ein Dispacheur erfasst alle Kosten und verteilt sie auf die geretteten Werte von Schiff, Ladung, Bunkeröl und Fracht. Der einzuziehende Betrag wird in der Regel auf Basis des CIF-Wertes der Ladung kalkuliert. International wurde das Prinzip der Havarie-grosse im Rahmen der York-Antwerp Rules /YAR) geregelt.

HGB (Handelsgesetzbuch)

U.a. von § 407 bis § 466 des HGB werden Transportgeschäfte, sprich Rechte und Pflichten zwischen den transportbeteiligten Auftraggebern und Auftragnehmern geregelt. Die CMR-Bestimmungen sind jedoch dem HGB im internationalen Straßengütertransport vorrangig, wobei im nationalen Verkehr das HGB wiederum als Rechtsgrundlage dient.

LCL

Less than Container load = Container-Teilladung. Ein Container, der von mehreren Absendern mit Waren beladen wird.

RoRo

Roll-on/Roll-off = bezieht sich auf den Transport von Gütern auf Schiffen, die speziell für den Transport von rollenden Gütern wie PKWs, LKWs oder Anhängern konstruiert wurden.

VBGL (Vertragsbedingungen für den Güterverkehrs- und Logistikunternehmer)

Empfehlung des BGL (Bundesverband Güterkraftverkehr und Logistik ) an alle Mitgliedsunternehmen. Hauptsächlich von Interesse der beteiligten Frachtführer und Auftraggeber. VBGL muss jedoch ausdrücklich vorher vereinbart werden, da eine Wirksamkeit sonst nicht eintreten kann.