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Rollgeld (Cartage)

2 Min.

Was ist ein Rollgeld?

Rollgeld bezieht sich auf Transportkosten, die beim Transport in einer Lieferkette vom Absender zum Haupt-Transportmittel oder von diesem zum Empfänger anfallen. Es stammt von der Abrollung von Fässern hin zum Bahnhof oder vom Bahnhof zum Empfänger.

LKW mit Münzen im Vordergrund, als Metapher für Rollgeld

Rollgeld, auch als Cartage bezeichnet, bezieht sich auf die Transportkosten von Gütern auf dem Landweg, sei es per Schiene oder Straße. Dieser Transport findet in der Regel über kurze Entfernungen statt und bewegt sich innerhalb einer Region oder zwischen zwei nahe gelegenen Städten. Die an diesem Prozess beteiligten Unternehmen kalkulieren, indem sie sich auf die Gesamtkosten des Transportmanagements konzentrieren.

Kosten für das Rollgeld

Die typischen Kosten für Rollgeld umfassen verschiedene Ausgaben, die mit dem Transport verbunden sind. Dazu gehören unter anderem:

  • Kosten für TreibstoffDer Kraftstoffverbrauch hängt von der Entfernung und dem Fahrzeugtyp ab.
  • Fahrzeugwartung und -reparaturRegelmäßige Wartung und gelegentliche Reparaturen sind notwendig, um die Fahrzeuge in gutem Zustand zu halten.
  • VersicherungTransportunternehmen müssen ihre Fahrzeuge und Ladungen versichern, um sich gegen Unfälle und Schäden abzusichern.
  • MautgebührenFür die Nutzung bestimmter Straßen, Brücken oder Tunnel können Gebühren anfallen.
  • Lohnkosten für die FahrerDie Fahrer müssen für ihre Zeit und Arbeit bezahlt werden.

Diese Kosten können stark variieren, abhängig von Faktoren wie der spezifischen Route, dem Fahrzeugtyp, den aktuellen Kraftstoffpreisen und den Arbeitskosten. Es ist daher immer ratsam, ein individuelles Angebot von einem Spediteur oder Transportunternehmen einzuholen.

Rollgeld 1 und 2

Zur Unterscheidung spricht man auch vom Rollgeld I für die Transportkosten des Versandspediteurs, wohingegen die Transportkosten des Empfangsspediteurs Rollgeld II genannt werden. Wer Zahlungspflichtiger für das Rollgeld ist, richtet sich nach den Lieferungsbedingungen, Handelsklauseln oder Incoterms. Die Handelsklausel „frei Haus“ besagt, dass der Lieferant alle Transportkosten – und damit auch das Rollgeld – bis zum Empfänger trägt. Gegensatz ist der Incoterm „ab Werk“, bei dem der Empfänger alle Transportkosten übernehmen muss.

Eine Teilung der Transportkosten sehen die Handelsklauseln „unfrei“, „frei Waggon“ oder „frei Zielbahnhof“ vor. Bei der Handelsklausel „frachtfrei“ (d. h. Verkäufer trägt die Transportkosten bis zum Bestimmungsbahnhof) trägt der Verkäufer beispielsweise das Rollgeld I, und der Käufer muss das Rollgeld II bezahlen.

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Oliver Arnold
Autor
Oliver Arnold

Geschäftsführer in dritter Generation. Oliver Arnold führt seit rund 20 Jahren die Arnold-Gruppe mit Arnold Schwerlast, Arnold Speditions und Arnold Logistics. Mit seinem Team in Rimpar plant er Schwer- und Projekttransporte weltweit, etwa 200 Tonnen schwere Zyklotrone nach Japan oder 105 Tonnen schwere Hafenkräne von Abu Dhabi nach Istanbul.

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