Was ist Fautfracht (Ausfallfracht)?
Fautfracht, auch bekannt als Ausfallfracht, ist ein Begriff aus dem Frachtverkehr, der die Entschädigung beschreibt, die ein Frachtführer erhält, wenn eine Verladung von Gütern nicht wie vereinbart durchgeführt wird. Dies tritt typischerweise auf, wenn der Versender die vereinbarte Fracht nicht bereitstellt oder die Verladung storniert.
Bedeutung der Fautfracht bzw. Ausfallfracht
Fautfracht im HGB
Die Regelungen zur Fautfracht sind im Handelsgesetzbuch (HGB) verankert. Gemäß HGB hat der Frachtführer Anspruch auf Fautfracht, wenn die Beförderung der Güter ohne sein Verschulden unterbleibt. Die Höhe der Fautfracht kann vertraglich festgelegt oder, falls nicht spezifiziert, nach den üblichen Sätzen am Ort der Beladung bestimmt werden.
Fautfracht Umsatzsteuer

Bei der Umsatzsteuerpflicht der Fautfracht gibt es eine signifikante Besonderheit. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat klargestellt, dass die Fautfracht gemäß § 415 Absatz 2 Nummer 2 HGB als pauschalierte Entschädigung zu betrachten ist, die nicht der Umsatzsteuer unterliegt. Die Begründung liegt darin, dass die Fautfracht nicht als Entgelt für eine Leistung angesehen wird, da sie nicht im Rahmen eines Leistungsaustauschs gezahlt wird. Folglich fehlt der Fautfracht der Entgeltcharakter, weshalb sie nicht der Umsatzsteuer unterliegt.
Zusammenfassend ist die Fautfracht eine wesentliche finanzielle Maßnahme im Frachtverkehr, die den Frachtführer für den Ausfall einer vertraglich vereinbarten Frachtbeförderung entschädigt. Sie ist im HGB geregelt und umfasst Aspekte wie die Berechnung der Entschädigungshöhe und die Anwendung der Umsatzsteuer auf die Fautfracht.
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Geschäftsführer in dritter Generation. Oliver Arnold führt seit rund 20 Jahren die Arnold-Gruppe mit Arnold Schwerlast, Arnold Speditions und Arnold Logistics. Mit seinem Team in Rimpar plant er Schwer- und Projekttransporte weltweit, etwa 200 Tonnen schwere Zyklotrone nach Japan oder 105 Tonnen schwere Hafenkräne von Abu Dhabi nach Istanbul.
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