Anspruchsvoller Auftrag für die Spedition Arnold in Rimpar: Bei klirrender Kälte werden mehrere 100 Tonnen Konstruktionsteile über das Ural-Gebirge transportiert

Rimpar. Manchmal verlangt die Natur Menschen und Maschinen alles ab. So erging es kürzlich der Arnold Schwerlast GmbH & Co. KG aus Rimpar. Das 15 Mitarbeiter zählende Familienunternehmen erhielt im Oktober 2009 von einem italienischen Maschinenbauunternehmen einen ungewöhnlichen Auftrag. Mehrere Spezial- LKWs mit zu 40 Metern Länge sollten im Winter knapp 100 Tonnen Metallkomponenten nach der Entladung im Hafen Perm/Russland bis zur Baustelle in die Ural-Stadt Tyumen transportieren.

Die eigentliche Herausforderung war nicht die Übergröße des LKWs, sondern die logistische Abwicklung innerhalb eines bestimmten Zeitfensters. „Und das bei bis zu – 40 Grad“, bemerkt Oliver Arnold, Geschäftsführer der Rimparer Betriebs. Der Terminplan erlaubte weder eine Ruhepause noch das Warten auf wärmeres Klima. Um einen möglichst reibungslosen Transport zu gewährleisten, setzte das Speditionsunternehmen eigenes Personal als Projektleiter vor Ort ein, die die russische Sprache und die Zollabwicklung beherrschen. „Die Beteiligten leisteten fast Außergewöhnliches, um die Vorgaben des Kunden zu erfüllen“, so Arnold.

Um die Ware aus den russischen Binnenschiffen zu entladen, welche über die Wolga nach Perm fuhren, ließ man speziale Traversen für die Hafenkräne bauen. Im Hafen der Uralstadt wäre das Löschen der Schiffe ohne die von den Rimparern konstruierten Traversen nicht umsetzbar gewesen.

Die Wahl des italienischen Maschinenbauers für das Familienunternehmen in Rimpar ist kein Zufall. „Unsere jahrzehntelange Erfahrung und das Wissen bei der Transport- und Logistikabwicklung mit russischen Unternehmen sowie unsere Partner vor Ort waren der Grund, diesen Auftrag im Wert von über 400.000 Euro an uns zu vergeben“, sagt Arnold stolz. „Es ist auch ein Beweis für unsere Stellung in der Schwergutlogistik weltweit und für unsere funktionierenden internationalen Strukturen und Partnerschaften“.

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