Das Familienunternehmen aus Rimpar verantwortet Logistik einer hochsensiblen Waage in das Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Rimpar. Eine wahre Herkules-Arbeit in doppelter Hinsicht vollendete die Arnold Schwerlast GmbH & Co. KG kürzlich – was die mentale und logistische Herausforderung angeht. Der Auftraggeber, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), beauftragte das Rimparer Familienunternehmen mit dem Transport der sogenannten Tritiumquelle. Sie ist wesentlicher Bestandteil der „Neutrino-Waage“ und hat 25 Tonnen Gewicht, 16 Meter Länge und 4 Meter Höhe. Diese wiegt das kleinste Material des Universums: Die Neutrino.

Am 9. September wurde die Tritiumquelle als letzte Großkomponente der Neutrinowaage „KATRIN“ an das KIT angeliefert. „Die Besonderheit des Auftrags lag darin, dass sich das Teil über eine Länge von 16 Metern Länge nur 2 Millimeter verziehen durfte“, schildert der Projektleiter und Prokurist August Gutbrod eine der Anforderungen. Hierfür setzte man das 22 Tonnen schwere Objekt auf eine Unterkonstruktion aus hochfesten Stahlträgern. Weil zudem maximal g-Kräfte von 1,5g auf die Waage einwirken durften, erforderte dies bei den Mitarbeitern eine besondere Umsicht beim Transport.

„Starkes Bremsen war ein no go“, erläutert Marcel Sommer, Mitarbeiter beim Rimparer Dienstleister. Um gefährliche Störfaktoren auf der Straße zu verhindern, warnte ein Begleitfahrzeug rechtzeitig vor Schlaglöchern oder starkem Verkehr. Ausgangspunkt des Transports war der Firmensitz des Herstellers in Bergisch Gladbach. Nach etwa 300 Kilometern Fahrt wurde die Waage in das Labor am KIT gebracht – unter Einsatz eines Luftkissens.

Der Grund: Die Torhöhe des Laborgebäudes war begrenzt, die Waage duldete keine Erschütterung.

Für Geschäftsführer Oliver Arnold ist dieser Auftrag ein Vertrauensbeweis des KIT in die Dienstleistung seines Unternehmens. Es war zugleich das erste Projekt mit dem Karlsruher Institut. „Sichere und professionelle Vorbereitung und Ausführung sind wichtige Bestandteile unserer vernetzten Transportdienstleistung, um flexibel extreme Kundenanforderungen über die Bühne zu bringen. Selbst der Warenwert von etwa 20 Mio. Euro schreckt unser fachkundiges Team nicht ab, solche Herausforderung anzunehmen,“ so Oliver Arnold

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